INTERNATIONALE KINDSCHAFTSKONFLIKTE

Nach § 3 Abs. 1 des Gesetzes zur Aus- und Durchführung bestimmter Rechtsinstrumente auf dem Gebiet des internationalen Familienrechts (IntFamRVG), nimmt das Bundesamt für Justiz in Bonn für Deutschland die Aufgaben der Zentralen Behörde nach bestimmten internationalen Rechtsvorschriften wahr. Diese Vorschriften sind:

 

- das Haager Übereinkommen vom 25. Oktober 1980 über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführungen (HKÜ)

 

- das Luxemburger Europäische Übereinkommen vom 20. Mai 1980 über die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen über das Sorgerecht für Kinder und die Wiederherstellung des Sorgerechtsverhältnisses (ESÜ)

 - das Haager Übereinkommen vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahme zum Schutz von Kindern (KSÜ)


- die Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in den Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung und zu Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1347/2000 (Brüssel II a-Verordnung).

Das Bundesamt für Justiz kann als Zentrale Behörde behilflich sein, wenn Sie und Ihr Kind von einer grenzüberschreitenden Sorgerechts- oder Umgangsstreitigkeit oder von einer internationalen Kindesentführung bereits betroffen sind oder diese unmittelbar bevorsteht.

 

Das Bundesamt für Justiz veranlasst mit Hilfe der zuständigen Stellen alle erforderlichen Maßnahmen und verkehrt mit allen zuständigen Stellen im In- und Ausland, § 6 Abs. 2 IntFamRVG.

 

Umfassende Informationen können Sie auf der Seite des Bundesamts für Justiz unter www.bundesjustizamt.de/sorgerecht erhalten.


Initiative Vermisste Kinder  

Oehleckerring 22-24

22419 Hamburg

 

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